“I still catch myself feeling sad about things that don’t matter anymore.”

10% love




Donnerstag 2.00 Morgens - zurück im Bett nach einem anstrengenden Flug durch Ungewitter. 
Die glücklichste Person.

Donnerstag 13.00 Morgens - zurück im Bett nach der Notenverkündung in der Schule.
Die enttäuschte Person.


11 Stunden, die von einem Extrem ins andere Extrem glitten. Hier sitze ich nun und wünsche ich wäre immer noch in London - ohne diese Enttäuschung in mir. 3 Jahre habe ich das Ziel verfolgt und ich war kurz davor ihn zu erreichen - so knapp, aber auch so daneben. Ich weiß, dass ich mir eigentlich gar keine Gedanken machen sollte, dass ich mich nicht darüber ärgern sollte, dass ich eh nichts ändern könnte. Aber dennoch sitze ich hier und spüre diese Leere in mir, die Enttäuschung, die mich von innen aufzuzehren scheint. Hätte ich mir nicht so große Hoffnungen gemacht, wäre ich nicht so optimistisch gewesen und und und. 

Hätte und wäre - Traumwörter. 

Andere verstehen es nicht. Wieso ich so enttäuscht bin. "Wieso ist doch voll gut !" Ist das gut? Dein festgelegtes Ziel abzulegen und sich mit etwas zufrieden zu geben, was du dir nicht vorgenommen hast. Dein Wille und Einsatz - war es nun umsonst? Ich habe Angst - um meine Zukunft. 

Eigentlich ist mir die Note egal. Ist im Endeffekt eh nur eine Dezimalzahl. Aber was wäre wenn es nicht alles klappt was ich plane. Was ist wenn ich nicht dazu fähig bin? Ich gebe alles und trotzdem schaffe ich es nicht. Ziele, Träume, Pläne was ist wenn ich es nicht schaffe, was wird dann aus mir? 

Ich will leben. Frei sein. Genießen. Die Welt sehen. Einfach mal still stehen und atmen.

Erwachsen werden, unabhängig sein, selbständig werden. Dinge, die ich mir schon lange gewünscht habe - will ich das überhaupt noch? Es geht mir viel zu schnell. 

Sicherheit und Risiko.

Ich dachte ich wäre risikofreudig, aber wieso sehne ich mich doch nach Sicherheit. Ich will, dass mir jemand versichert, dass ich alles richtig mache, dass der Weg, den ich ausgesucht habe, ein guter ist. Es liegt alles allein bei mir. Alle Entscheidungen - es gibt zu viele.  Ich traue mir nicht mehr selber. Was kann ich? Bin ich immer noch die Person, die ich glaubte zu sein?

Ich muss über viele Dinge noch mal nachdenken. Ich brauche diese Zeit, um mich selbst wieder zu finden. Sobald ich wieder die Motivation finde, kommen die abertausende Fotos von London. Ich habe vieles zu erzählen und zu zeigen.


xoxo
minhee

1 comment:

  1. Echt schade, dass es nicht so geklappt hat, wie du es wolltest. Klar, zählt die Note nicht wirklich, aber wenn man dann etwas nicht machen kann, das man unbedingt wollte, ist das echt dämlich und deprimierend. :(

    Du hast übrigens von mir den "Liebsten Award" verliehen bekommen. :)
    LG Thi

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